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1935-1941 Erster Ball im Rheingold, Bowlenabende

Im Jahre 1935 meldet die Abteilung zwei Herren- und eine Damenmannschaft zu den Verbandsspielen. Die lange geplanten Umkleidekabinen wurden endlich fertig. um die offene Veranda wurde eine Holzbarriere gezogen. Man sieht, es geht weiter aufwärts. Am 22. Juni 1935 findet die Einweihung der Veranda statt.  Der Saisonabschluss dieses Jahres bildet ein Ball im Rheingold. Ein Kuriosum ist es, dass man diesen Ball als 10-jähriges Jubiläum der Abteilung feiert, während es tatsächlich schon das 25. ist.

„Im Jahre 1936 spitzte sich die politische Situation in bezug auf unser Sportleben bereits so weit zu, dass ein einwandfreies Arbeiten im Vorstand nicht mehr gewähr­leistet war. Der sogenannte "Arier-Paragraph“ war erlassen, und ein großer Teil der langjährigen aktiven Mitglieder musste aus der Abteilung ausscheiden. Es begannen Krisenzeiten für den Bestand der Abteilung, und, als auch der verdienstvolle Kassierer Franzl Jacob den Rat des Vorstandes annahm und sich vom Vereinsleben zurückzog, war auch die Zeit gekommen, dass der amtieren­de Vorstand sein Amt zur Verfügung stellte." So schreibt Theo Rubrich über diese Zeit.

Vom Jahr 1937 ist noch zu berichten, dass mit der Herrenmannschaft endlich der Aufstieg zur 3. Klasse, der sogenannten Bezirksklasse, geschafft wurde. Im gleichen Jahr wurden aus den neuen Tennisplätzen durch geeignete Veränderung der Anlage 10 Plätze gemacht. Alsdann wurde als wichtigstes die Vergrößerung der offenen Veranda bei den Tennisgarderoben um das Doppelte vorgenommen und gleichzeitig die Veranda gedeckt und geschlossen. Ebenso wurde durch Zementierung des Fußbodens verhindert, dass eine neue Farbvariante durch das rote Ziegelmehl des bisherigen Bodens die Beine der Mitglieder schmückte. Die Mitglieder haben in dieser Veranda fast an jedem Abend zusammengegessen, Lieder gesungen, getanzt und kurz: auf jede Art gejubelt.

Höhepunkte waren damals die Bowlenabende, welche nach Bedarf, manchmal wöchentlich stattfanden. Die Kosten einer Bowle wurden durch Umlage erhoben, wobei jeder nach seinem Ermessen und Können finanziell beitrug. Der Ausschank erfolgte nur nach dem Durst, so dass viele, ohne etwas zu zahlen, oder für 50 Pfennig satt wurden. Auch Kostümfeste wurden gefeiert unter dem Titel "Ein Abend in einer Hafenkneipe". Das Hafenmilieu wurde durch aufgehängte Fischernetze, Räucheraale und Heringe, welche als Verzierung an der Decke hingen (und manchmal auch tropften), dargestellt und durch Lampions entsprechend verdunkelt. Es wurden gemeinschaftliche Autofahrten gemacht mit anschließenden Clubkämpfen nach Neuruppin, Neustrelitz, Oranienburg usw., woran manchmal 8 Wagen mit 40 Personen teilnahmen. Selbstverständlich war alles mit Schwimmen, Motorbootfahren und anderen Volksbe­lustigungen verbunden. Im Lauf der nächsten Jahre, bis Kriegsausbruch, war der Mitgliederzuwachs sehr gut, wo­bei auf Klavierspieler, Sänger und sonstige Vortragskünstler ohne Rücksicht auf die künstlerische Qualität des Gebotenen besonderer Wert gelegt wurde.

Im Jahre 1938 meldet die Tennisabteilung 5 Männer-, 2 Frauen- und eine Juniorenmannschaft zu den Verbandsspielen.

1942-1948 Erneute Ballkrise, Wiederaufbau

Im Jahre 1942 übernahm dann Willi Rakelmann, einer der wenigen, die noch da waren, die Leitung der Abteilung. An einen geregelten Sportbetrieb war natürlich nicht mehr zu denken. Es kamen und gingen Urlauber, die einzelne Stunden ihres Berlin-Aufenthaltes mit noch vorhandenen alten Bällen spielten, solange die Anlage von Bomben verschont blieb. Immerhin wurde bis zum bitteren Ende durchgehalten. Sehenswert waren im Laufe der Zeit die Tennisbälle, auf denen sich keine Wolle mehr befand, ja, welche teilweise nur noch aus einem Ersatzgummi und ohne Wolle hergestellt wurden. Die paar in Berlin befindlichen Soldaten der Tennisabteilung und die paar Damen denen der Kriegseinsatz noch Zeit dazu ließ, spielten auch nur noch sehr wenig. Die Fliegerangriffe gestatteten die Fahrt nach Eichkamp auch nicht immer, so dass unser schöner "weißer" Sport langsam ein Opfer des Krieges wurde.

1948-tennisbaude-im-kriegIn dem von Bomben zerstörten Berlin des Jahres 1945 war auch unsere Tennisanlage mehr oder minder schwer beschädigt. Die Anlage war ein einziges Trümmerfeld. Netze und Geräte waren gestohlen, und das verkommene Haus war leer und ausgeplündert, ohne Tische, ohne Stühle. Es gehörte schon eine ungeheure Liebe zum Tennissport dazu, die gewaltige Aufgabe in Angriff zu nehmen, mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln der Nachkriegszeit wieder ein paar bespielbare Plätze und ein einigermaßen gemütliches. Clubhaus zu schaffen. Durch eine Verfügung der Alliierten waren die Tennisclubs mehr oder weniger alle aufgelöst, und es gab in diesen vier Jahren bis zum Jahre 1949 nur einen Kommunalsport. Der sogenannte Spartenleiter vom SCC war Dr. Erich Selb, der mit Unterstützung von Alfred Götze, dem damaligen Leiter des Sportamtes Charlottenburg, die Aufbauarbeiten in Angriff nahm. So ist mit sehr viel Idealismus und Bereitwilligkeit, alle Schwierigkeiten zu überwinden, allmählich wieder eine schöne Tennisanlage entstanden, die der SCC - da sie frei von der Beschlagnahme einer Militärregierung blieb, nicht alle Clubs hatten dieses Glück - im Jahre 1949 bei seiner Neugründung übernehmen konnte.

Im Jahre 1948 wurde Herr Kurt Schmidt zum 1. Vorsitzenden gewählt. Sein besonderes Verdienst wurde es, die Anlage vor allem gartenbautechnisch auf den heutigen Stand zu bringen. Er ließ die ersten Hecken zwischen den Plätzen anlegen und vor dem Zaun die ersten Pappeln pflanzen. Heute wird dies vielleicht als selbstverständlich hingenommen; wir wollen aber nicht vergessen, dass es damals nur unter erheblichen Schwierigkeiten und mit persönlichen Opfern möglich war. Interessant ist, dass im Laufe der Saison zwei neue Mitglieder in den Club .eintraten, die über die Abteilung hinaus später viel von sich reden machten. Kurt Krüger, der vor dem Kriege der 1. Mannschaft von "Westend“ angehörte, stieß nach der Entlassung aus der Gefangenschaft zur damaligen Sportgruppe Charlottenburg und wurde im darauffolgenden Jahr mit Werner Specht zusammen Sportwart und dann als sportlicher Leiter der Abteilung eine der markantesten und beliebtesten Persönlichkeit des Berliner Tennislebens.

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