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1910- 1914 Gründungsjahre (Mitglieder 25)

1911-anfaenge-scc-tennisMan schrieb das Jahr 1910, als sich eine kleine Schar tennisbeflissener Sportler des damaligen SC Westen 05 zusammenfand und eine Tennisabteilung gründete. 1910 mietete diese kleine Gemeinschaft zwei Plätze in der Wexstraße in Schöneberg und begann das Spiel mit dem kleinen weißen Ball, das damals noch sehr exklusiv war. Nach der Vereinigung des SC Westen 05 mit dem Charlottenburger SC 02 im Jahre 1911 vergrößerte sich die Abteilung durch Aufnahme neuer Spieler auf etwa 25. Als Besonderheit sei hier erwähnt, dass die Tennisabteilung die erste des nunmehrigen SCC war, die zu dieser Zeit dem schönen Geschlecht eine sportliche Betätigung ermöglichte. Das Jahr 1912 sah die Abteilung, die nunmehr auf 33 angestiegen war, erstmalig als Mitglied des Berliner Tennis-Verbandes, ohne sich jedoch an den Mannschaftskämpfen und den Verbandsmeisterschaften zu beteiligen. Im folgenden Jahr, also 1913, nahm die Abteilung erstmalig an den Verbandsspielen teil, 1914 auch mit einer Damenmannschaft.

1915-1919 Erster Weltkrieg, „Tennisball“-Revolution (Mitglieder: 20)

Der Erste Weltkrieg unterbrach jäh die aufstrebende Entwicklung der Abteilung. Eine Clubzeitung aus dem Jahre 1916 meldet aber noch den Fortbestand in sehr bescheidenem Rahmen. Erst im Jahre 1919 konnte man wieder an einen Neuaufbau der Abteilung herangehen. Der Hauptverein bestellte seinen damaligen dritten Vorsitzenden, Herrn Schlamme, zum Leiter der Tennisabteilung. Sechs Wochen lang blieb er das einzige Mitglied, dann traten zwei weitere Herren bei. 1921-hartigs-tennisplaetze-am-kaiserdammZu der konstituierenden Mitgliederversammlung am 19. Mai 1919 im „Wilhelmshof“ fanden sich auch einige Interessenten ein. Die drei Mitglieder bildeten einen provisorischen Vorstand, und einige Wochen danach war der Mitgliederbestand auf 20 angewachsen.

Man spielte wieder in der Wexstraße auf zwei mit Gras bewachsenen Plätzen, und, da die Bälle damals 360 DM das Dutzend kosteten, begann man mit Stoffbällen. Das war der Anlass zu der ersten Revolution innerhalb der Abteilung. Der Vorstand wurde gestürzt. Ein neuer Vorstand wurde gewählt. Die neue Leitung verstand es, auf Schleichwegen ein Dutzend richtiger Tennisbälle für 340,- Mark (!) zu besorgen. Der Betrieb war daraufhin bald so rege, dass ein dritter Platz hinzugenommen werden musste. Die Platzmiete betrug 30,- Mark, an Jahresbeitrag wurden darüber hinaus 72,- Mark an die Abteilung entrichtet. Der Jahresballverbrauch war 5 Dutzend.

1920-1921 Wettkämpfe und Finanzkrise (Mitglieder: 40-54)

Im Frühjahr 1920 bestritten wir dann das erste Verbandsspiel gegen den Berliner Tennis-Club 1904 „Grün-Gold“, eine Verein, der heute noch unser ständiger Gegner in der Liga ist. Am 20. Mai 1920 feierte die Tennisabteilung ihren ersten großen Gesellschaftsabend im damaligen Deutschen Opernhaus in der Bismarckstraße, das die Bomben des Zweiten Weltkrieges später zerstörten und das erst später im alten Glanz entstehen sollte. Mit Eintritt der kalten Jahreszeit schmolz die Abteilung dann wiederum von 54 Mitgliedern auf 40 (einschließlich 3 Jugendlichen) zusammen. Der Jahresballverbrauch war inzwischen auf 18 Dutzend angewachsen der Beitrag betrug einschließlich Balljungen und Bällen 300,- Mark.

Die gesellschaftlichen Veranstaltungen dieses Winters 1920 – ein Gesellschaftsabend und ein Kostümfest- brachten ein erhebliches Defizit. Diese finanziellen Misserfolge wirkten umso trostloser, als gerade der Neubau eines Clubhauses geplant war. Nach dem Voranschlag sollte er 10.000,- Mark kosten, die ein Mitgliede der Abteilung zur Verfügung stellte. Dass dann mit allem Drum und Dran später das Dreifache daraus wurde, konnte keiner ahnen.

Aber die strahlende Frühjahrssonne des Jahres 1921 zerstreute die düsteren Sorgenwolken. Die Abteilung hatte auf der Hartig’schen Anlage am Kaiserplatz (heute Bundesplatz) drei Plätze gemietet und begann unter der Leitung des Herrn Fach, der neu eingetreten war und bald Sportwart wurde, die Schachtarbeiten für den Clubhausbau, der schon am 10. Mai 1921 eingeweiht wurde.


1921-1926  Bau des ersten Clubhauses, Gründung des TC SCC e.V. (Mitglieder: 75)

Inzwischen war die Mitgliederzahl wieder beträchtlich gewachsen, nämlich auf 75 einschließlich 7 Jugendlichen, so dass die Clubhausveranda vergrößert werden musste. Es herrschte nämlich damals ein reges Clubleben. Die Mitglieder verbrachten ihre Freizeit in verschworener Gemeinschaft in ihrem neuen Heim. Der Hausbau, bei dem jeder nach Kräften mitgewirkt hatte, verhinderte allerdings die rechtzeitige Fertigstellung der Plätze, so dass man keine Ausscheidungsspiele für die Mannschaften durchführen konnte. Man stellte also "nach Schnauze“ auf und ging fast ohne Training in die bald beginnenden Kämpfe. In diese Zeit fällt auch die erste Bewirtschaftung des neu erbauten Clubhauses unter der tatkräftigen Leitung von Frau Franke und Frau Heber. Diese Tatsache förderte die Gemütlichkeit und den gesellschaftlichen Kontakt mit den Kampfgegnern ungemein. Die Mitgliederzahl war bis Mitte August durch Aufnahme von Vormittagsspielern auf 91 und 16 Jugendliche gestiegen. Der Beitrag belief sich auf 250,- Mark pro Jahr. Es wurden 40 Dutzend Bälle zu 200,- bis 240,-Mark pro Dutzend verbraucht. Die Platzmiete betrug 9.000,- Mark, für Balljungen wurden 7.000,- Mark ausgegeben. Die Summe dieser Zahlen bedeuteten einen Gesamtumsatz von etwa 60.000,- Mark, was nur dank erheblicher Spenden aus Mitgliederkreisen ermöglicht wurde. Am 21. August 1921 tagte die Generalversammlung im Beisein des damaligen 1. Vorsitzenden des SCC, Herrn Dr. Böttcher. Es wurde die Umbenennung der Abteilung in "Tennis-SCC e.V. (Anschluss-Abteilung des Sport-Club Charlottenburg e.V.)" beschlossen. Der Club baut sich auf dem Mannschaftssystem auf und wird Mitglied des Deutschen Tennis-Bundes. Verhandlungen werden begonnen, um eigene Plätze zu beschaffen, die einen besseren und umfassenderen Sportbetrieb ermöglichen. Inzwischen sinkt die Valuta, und die Preise für Spielgerät und Bälle drohen ins Fantastische zu steigen, und die Tennisabteilung sah wieder einmal einer unsicheren Zukunft entgegen.

Die Saison 1921 wird beschlossen mit der Clubmeisterschaft und einem großen Gesellschaftsabend, auf dem die Preisverteilung stattfand. Man ahnte wohl damals noch nicht, dass dies für lange Zeit die letzten Clubmeisterschaften sein sollten. Im Februar 1922 meldete der Tennis-SCC das Einschlafen des Clublebens wegen Verkehrsstreiks und Lichtmangels. Die Verhandlungen um eigene Plätze gingen trotzdem weiter. Im Frühjahr 1922 fand eine Generalversammlung statt. Der alte Vorstand wurde wiedergewählt. Der Jahresbeitrag wurde auf 750,- Mark (Plätze, Bälle und Balljungen eingeschlossen) festgesetzt. Gespielt werden sollte wieder in der Wexstraße in Schöneberg.

Und dann wird es ruhig um das Häuflein der Aufrechten, die Jahre 1922 und 1923 bringen keine Nachrichten aus der Abteilung. Die Inflation ist in vollem Gange, und ein Mitglied des Hauptvereins zahlt einen Vierteljahresbeitrag von 20.000,- Mark. Die Sportplatzanlage an der Avus wird trotzdem vorangetrieben, jedes Mitglied wird zum Schippen herangezogen.

Im Mai 1924 erscheint endlich wieder ein Aufruf des alten Mitgliedes Kurt Marcus. Er hat im Auszug folgenden Wortlaut: "SCCer, wisst Ihr denn nicht, dass die Tennis­abteilung des Clubs einer der ältesten Tennisvereine Berlins ist? Wenn Ihr es wüsstet,,.,, so wäre es nicht möglich, dass ... die Tennisabteilung zusammengebrochen ist..,. Habt Ihr schon das Bild der neuen Sportplatz­anlage gesehen? Habt Ihr bemerkt, dass auch Tennisplätze vorgesehen sind? Tennisspieler, Euer Ideal geht nun der Vollendung entgegen. Eigene Plätze - ist das nichts? Wir wollen uns zusammenfinden und dem SCC das geben, was wir in langen Jahren sehnsüchtig erstrebt haben, einen starken, frohen Tennis-Club SCC."

Der Aufruf bringt 20 Herren und einige Damen auf den Plan, die in diesem Jahr auf einem Privatplatz in Wannsee spielen und vom Hauptvorstand die Anlage von 8 Tennisplätzen fordern. Aber dann wird es wieder einmal still um den Tennisball, bis im Mai 1926 die neue, stolze Anlage am Avuseingang mit 8 Tennisplätzen davor eingeweiht wird.

1927-1934 Umzug in den Eichkamp (Mitglieder: 56)

Am 7. März 1927 wird dann eine neue Tennisabteilung gegründet. Die Beiträge sind gering: 60,- Mark für Vollmitglieder, und man meldet einen Mitgliederbestand von 56 Damen und Herren.

Am 12. März 1923 wird Rudolf Grössel, der damalige und spätere "ewige“ Vorsitzende der Hockeyabteilung und mit 71 Jahren ältestes aktives Tennis- und Hockeymitglied, zum ersten Vorsitzenden gewährt. Als Besonderheit sei hier erwähnt, dass unter der Ära Grössel die Damen der Abteilung zum ersten Male in kurzen Röcken und Kleidern spielten.

1929 tritt wieder ein Ereignis ein, das einige Umwälzungen bringt: "Wir sollten oder mussten 1929 umziehen, (auf unsere heutige Anlage). Das Hauptgebäude, das Stadion und einige Plätze waren bereits fertig, der Vertrag mit der Stadt, der uns große Vorteile für unbegrenzte Zeit (99 Jahre) sichern sollte, war aber noch nicht unterzeichnet. Da kam die Böss-Affäre. Nichts wurde von der Stadt mehr bewilligt. Das schon geplante Tennishaus und die Plätze wurden nicht erstellt. Die Tennisabteilung stand also wieder ein­mal vor dem Nichts. Was tun? Ein leider unbekanntes Mitglied pumpte sich persönlich 9.000,- Mark, um zu­nächst einmal 9 Plätze und die Umzäunung herzustellen. Im Hauptgebäude erhielten wir Umkleide- und Dusch­möglichkeiten, und der Spielbetrieb begann im Frühjahr 1930, als wenn es keine Schwierigkeiten gegeben hätte. In diesem Jahr taucht auch ein junger Mann namens Herbert Klusenwerth auf, der der alten Garde schwer zu schaffen machte.


1935-1941 Erster Ball im Rheingold, Bowlenabende

Im Jahre 1935 meldet die Abteilung zwei Herren- und eine Damenmannschaft zu den Verbandsspielen. Die lange geplanten Umkleidekabinen wurden endlich fertig. um die offene Veranda wurde eine Holzbarriere gezogen. Man sieht, es geht weiter aufwärts. Am 22. Juni 1935 findet die Einweihung der Veranda statt.  Der Saisonabschluss dieses Jahres bildet ein Ball im Rheingold. Ein Kuriosum ist es, dass man diesen Ball als 10-jähriges Jubiläum der Abteilung feiert, während es tatsächlich schon das 25. ist.

„Im Jahre 1936 spitzte sich die politische Situation in bezug auf unser Sportleben bereits so weit zu, dass ein einwandfreies Arbeiten im Vorstand nicht mehr gewähr­leistet war. Der sogenannte "Arier-Paragraph“ war erlassen, und ein großer Teil der langjährigen aktiven Mitglieder musste aus der Abteilung ausscheiden. Es begannen Krisenzeiten für den Bestand der Abteilung, und, als auch der verdienstvolle Kassierer Franzl Jacob den Rat des Vorstandes annahm und sich vom Vereinsleben zurückzog, war auch die Zeit gekommen, dass der amtieren­de Vorstand sein Amt zur Verfügung stellte." So schreibt Theo Rubrich über diese Zeit.

Vom Jahr 1937 ist noch zu berichten, dass mit der Herrenmannschaft endlich der Aufstieg zur 3. Klasse, der sogenannten Bezirksklasse, geschafft wurde. Im gleichen Jahr wurden aus den neuen Tennisplätzen durch geeignete Veränderung der Anlage 10 Plätze gemacht. Alsdann wurde als wichtigstes die Vergrößerung der offenen Veranda bei den Tennisgarderoben um das Doppelte vorgenommen und gleichzeitig die Veranda gedeckt und geschlossen. Ebenso wurde durch Zementierung des Fußbodens verhindert, dass eine neue Farbvariante durch das rote Ziegelmehl des bisherigen Bodens die Beine der Mitglieder schmückte. Die Mitglieder haben in dieser Veranda fast an jedem Abend zusammengegessen, Lieder gesungen, getanzt und kurz: auf jede Art gejubelt.

Höhepunkte waren damals die Bowlenabende, welche nach Bedarf, manchmal wöchentlich stattfanden. Die Kosten einer Bowle wurden durch Umlage erhoben, wobei jeder nach seinem Ermessen und Können finanziell beitrug. Der Ausschank erfolgte nur nach dem Durst, so dass viele, ohne etwas zu zahlen, oder für 50 Pfennig satt wurden. Auch Kostümfeste wurden gefeiert unter dem Titel "Ein Abend in einer Hafenkneipe". Das Hafenmilieu wurde durch aufgehängte Fischernetze, Räucheraale und Heringe, welche als Verzierung an der Decke hingen (und manchmal auch tropften), dargestellt und durch Lampions entsprechend verdunkelt. Es wurden gemeinschaftliche Autofahrten gemacht mit anschließenden Clubkämpfen nach Neuruppin, Neustrelitz, Oranienburg usw., woran manchmal 8 Wagen mit 40 Personen teilnahmen. Selbstverständlich war alles mit Schwimmen, Motorbootfahren und anderen Volksbe­lustigungen verbunden. Im Lauf der nächsten Jahre, bis Kriegsausbruch, war der Mitgliederzuwachs sehr gut, wo­bei auf Klavierspieler, Sänger und sonstige Vortragskünstler ohne Rücksicht auf die künstlerische Qualität des Gebotenen besonderer Wert gelegt wurde.

Im Jahre 1938 meldet die Tennisabteilung 5 Männer-, 2 Frauen- und eine Juniorenmannschaft zu den Verbandsspielen.

1942-1948 Erneute Ballkrise, Wiederaufbau

Im Jahre 1942 übernahm dann Willi Rakelmann, einer der wenigen, die noch da waren, die Leitung der Abteilung. An einen geregelten Sportbetrieb war natürlich nicht mehr zu denken. Es kamen und gingen Urlauber, die einzelne Stunden ihres Berlin-Aufenthaltes mit noch vorhandenen alten Bällen spielten, solange die Anlage von Bomben verschont blieb. Immerhin wurde bis zum bitteren Ende durchgehalten. Sehenswert waren im Laufe der Zeit die Tennisbälle, auf denen sich keine Wolle mehr befand, ja, welche teilweise nur noch aus einem Ersatzgummi und ohne Wolle hergestellt wurden. Die paar in Berlin befindlichen Soldaten der Tennisabteilung und die paar Damen denen der Kriegseinsatz noch Zeit dazu ließ, spielten auch nur noch sehr wenig. Die Fliegerangriffe gestatteten die Fahrt nach Eichkamp auch nicht immer, so dass unser schöner "weißer" Sport langsam ein Opfer des Krieges wurde.

1948-tennisbaude-im-kriegIn dem von Bomben zerstörten Berlin des Jahres 1945 war auch unsere Tennisanlage mehr oder minder schwer beschädigt. Die Anlage war ein einziges Trümmerfeld. Netze und Geräte waren gestohlen, und das verkommene Haus war leer und ausgeplündert, ohne Tische, ohne Stühle. Es gehörte schon eine ungeheure Liebe zum Tennissport dazu, die gewaltige Aufgabe in Angriff zu nehmen, mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln der Nachkriegszeit wieder ein paar bespielbare Plätze und ein einigermaßen gemütliches. Clubhaus zu schaffen. Durch eine Verfügung der Alliierten waren die Tennisclubs mehr oder weniger alle aufgelöst, und es gab in diesen vier Jahren bis zum Jahre 1949 nur einen Kommunalsport. Der sogenannte Spartenleiter vom SCC war Dr. Erich Selb, der mit Unterstützung von Alfred Götze, dem damaligen Leiter des Sportamtes Charlottenburg, die Aufbauarbeiten in Angriff nahm. So ist mit sehr viel Idealismus und Bereitwilligkeit, alle Schwierigkeiten zu überwinden, allmählich wieder eine schöne Tennisanlage entstanden, die der SCC - da sie frei von der Beschlagnahme einer Militärregierung blieb, nicht alle Clubs hatten dieses Glück - im Jahre 1949 bei seiner Neugründung übernehmen konnte.

Im Jahre 1948 wurde Herr Kurt Schmidt zum 1. Vorsitzenden gewählt. Sein besonderes Verdienst wurde es, die Anlage vor allem gartenbautechnisch auf den heutigen Stand zu bringen. Er ließ die ersten Hecken zwischen den Plätzen anlegen und vor dem Zaun die ersten Pappeln pflanzen. Heute wird dies vielleicht als selbstverständlich hingenommen; wir wollen aber nicht vergessen, dass es damals nur unter erheblichen Schwierigkeiten und mit persönlichen Opfern möglich war. Interessant ist, dass im Laufe der Saison zwei neue Mitglieder in den Club .eintraten, die über die Abteilung hinaus später viel von sich reden machten. Kurt Krüger, der vor dem Kriege der 1. Mannschaft von "Westend“ angehörte, stieß nach der Entlassung aus der Gefangenschaft zur damaligen Sportgruppe Charlottenburg und wurde im darauffolgenden Jahr mit Werner Specht zusammen Sportwart und dann als sportlicher Leiter der Abteilung eine der markantesten und beliebtesten Persönlichkeit des Berliner Tennislebens.


1949-1954 SCC-Jugend die Stärkste in Deutschland (Mitglieder: ca. 300)

1950-tennisdamen-des-sccNachdem 1949 die einzelnen Sportgruppen aufgelöst wurden, spielten die Vereine wieder unter ihrem alten Namen. Im gleichen Jahr wurde erstmalig auch ein Pfingstturnier unter Beteiligung aller Mitglieder, ob jung, ob alt, ob Anfänger oder Meister, durchgeführt, und . zwar wurde seinerzeit mit vier ausgelosten Mannschaften gespielt. Dieses Turnier war viele Jahre Tradition und wird in etwas abgewandelter Form heute noch gespielt. Im Winter 1951 wurde erstmalig ein Gymnastikabend unter Leitung von Werner Specht aufgezogen. Jeden Montag trafen sich Jung und Alt in der damaligen Turnhalle Witzlebenstr., um sich auch im Winter fit zu halten.

Die sehr intensive Breitenarbeit in der Jugend trug 1952 ihre ersten Früchte. Die 1. Juniorenmannschaft verlor nur gegen Rot-Weiß und wurde in Berlin Zweiter. Der 2. Mannschaft gelang der große Wurf. Sie wurde durch einen Sieg über Rot-Weiß Berliner Mannschaftsmeister.

1953-scc-junioren-erfolgreichDie Krönung der Jugendarbeit brachte allerdings erst das Jahr 1953. Die Jugendgruppe marschierte auf die 100 Mitglieder zu und wurde trotz starker Inanspruchnahme der Plätze intensiv gefördert. Die 1. Herrenmannschaft trainierte eisern mit ihr, und die Erfolge blieben nicht aus. Alle 3 Jungenmannschaften wurden Berliner Mannschaftsmeister, die Mädchen Vizemeister hinter Blau-Weiß. Die Pokale Cilly-Außem und Harry-Schwenker wurden erobert, und bei den Berliner Jugendmeisterschaften wurden hervorragende Plätze belegt. Im Endspiel des Bambino-Einzels standen sich damals unser Helmut Quack und der spätere deutsche Meister Wolfgang Stuck gegenüber. Durch die Vielzahl der Erfolge wurden viele Punkte gesammelt, und der Bruckmann-Pokal für die beste Jugendarbeit überlegen gewonnen. Das amtliche Organ des deutschen Tennis-bundes "Tennis" schrieb damals: „Das Schwarze. C im schwarzen Kreis ist weltberühmt geworden durch die Leistung dieses Vereins in der Leichtathletik. Der gleiche Geist sportlicher Hingebung lebt auch in der Tennis-Abteilung. Sie versteht es, mit bescheidenen Mitteln die Verhandsspiele, eine Clubmeisterschaft und ein Turnier für Berliner Doppelpaare durchzuführen. Zudem verstand sie es, unter Führung von Dr. Selb (dem Schatzmeister des Verbandes) und Claus eine Junioren-Abteilung heranzubilden, die mit ihren Jungen sowie den Mädeln wohl eine Stärke besitzt wie kein anderer Club in ganz Deutschland."

1955-1960 Gründung der Fußballrunde; Ära Thron, Stoffer, Quack beginnt

1955-helmuth-quackEin Junior machte 1955 von sich reden: Helmuth Quack. Er gewann nicht nur das Herbst-Jugendturnier beim SCC gegen seinen ewigen Angstgegner Wolfgang Stuck, sondern konnte sich bei den Clubmeisterschaften fünfmal als Sieger eintragen. Er gewann damals das Herren-Einzel und -Doppel sowie das Mixed, Junioren-Einzel und Junioren-Doppel. In dem damaligen Sportbericht hieß es: es ist wohl einmalig in der Tennisgeschichte des SCC, dass ein Spieler - in diesem Falle ein Junior -fünf Meistertitel nach hause brachte.“

Ein Artikel aus der Clubzeitung von 1956 könnte heute noch Gültigkeit haben. Es heißt dort: "Willy Köditz übernahm dieses undankbare Amt des Vergnügungswarte s, das wie kaum ein anderes ständiger Kritik derer, die dabei waren, und noch mehr derer, die zu Hause blieben, ausgesetzt war.““ Im gleichen Jahr wurde auch die damalige Fußballgruppe im Tennis-Club gegründet unter der Leitung des Abteilungslängsten Manni Schäfer.

Als Erich Obermiller im Jahre 1958 die Leitung des Tennis-Clubs übernahm, meldeten sich zwei damals noch recht junge Männer, um die 1. Mannschaft zu verstärken. Ihre Namen: Jürgen Thron und Dieter Stoffer. Dieses Jahr war auch das Jahr der Verschönerung bzw. Erweiterungsarbeiten auf unserer Anlage. Es begann damit, dass warme Duschen in den Damen- und Herrengarderoben installiert wurden, ferner mit dem Ausbau eines Jugendaufenthaltsraumes sowie dem Bau einer Tenniswand. Außerdem beschloss eine außerordentliche Mitgliederversammlung den Bau einer geschlossenen Tennisveranda. Die Mittel dafür bzw. für eine neue Innenausstattung wurden durch eine Umlage unter den Mitgliedern ermöglicht. Vielleicht interessant für die Chronik sind an dieser Stelle die Beitragssätze des Tennis-Clubs aus dem Jahre 1959: Vollmitglieder DM 140, Ehepartner DM 35, Studenten und Lehrlinge DM 70, Junioren DM 50, Kinder von Mitgliedern DM 40, passive Mitglieder DM 40. Hinzu kamen entsprechende Aufnahmegebühren von DM 65 und eine Umlage für den. Baustein der Tennisveranda. Übrigens: Der "Weiße Ball" wurde auch 1959 schon gefeiert.


1961-1965 Erneuerung der Clubbaude, erfolgreicher Tennisnachwuchs

1960-scc-fussballDie Tennis-Clubnachrichten erhalten ein neues Outfit und erscheinen nun regelmäßig unter der redaktionellen Leitung von Willi Köditz und Werner Claus. Der 1.Vorsitzende Erich Obermiller stellt in der Jahreshauptversammlung 1961 fest: „ Wir wollen unsere Plätze benutzen in sportlicher Kameradschaft, aus Freude am Zusammensein – und nicht im Sinne einer Platzvermietungsanlage.“ Diese Mahnung gilt auch heute noch!

Das wichtigste tennissportliche Ereignis war das Hallenturnier von Sutos (Spandau), zu dem die Damen Maaz und Schlöske sowie die Herren Stoffer, Thron, Hale und Spannagel gemeldet wurden. Im Endspiel verlor Spannagel gegen Plötz 3:6, 6:4, 2:6. Im Fußball belegte der SCC den 3.Platz hinter Rot-Weiß und Grün-Gold Tempelhof.

Gesellige Veranstaltungen waren Weißer Ball, Weihnachtskegeln, Mummenschanz und Ostereiersuchen. Unter der Leitung von Diplomsportlehrer Werner Specht beginnt die Montagsgymnastik. Der Vollmitgliedsbeitrag wird auf 140 DM festgesetzt. In Fällen des Andrangs darf längstens 45 Minuten gespielt werden. Das Belegen eines Platzes ist durch Anlegen eines Tennisschlägers an den Netzpfosten anzuzeigen. Balljungen erhalten einen Stundenlohn von 1DM. Beim Hallenhandballturnier der Tennisspieler am 12.3.61 belegte die Mannschaft des SCC den 2.Platz hinter Sutos. Leider fehlten im Endspiel der Scharfschütze Pauli Meyer und der Stammtorwart Raimund le Viseur. Im Clubturnier wurde Spannagel dreifacher Clubmeister. Beim Nachwuchs überraschte Jürgen Heidrich durch seinen Sieg über Gerd Henselmann.

Zum ersten Mal kommt am Wochenende die schwarze Tafel probeweise für den Spielbetrieb zum Einsatz; viele Mitglieder reagieren negativ darauf. Im Herbst findet zum 10. Mal das Berliner Jugendturnier beim SCC statt. Ferner wird um den Harry-Schwenker- und Cilly-Aussem-Pokal sowie um den General Bourne-Pokal gespielt. Zusammen mit der Hockeyabteilung des SCC wird das Winterfest im Hotel Berlin gefeiert.

Am 31.März 1962 findet die Eröffnung der renovierten Baude statt. Werner Claus schreibt: „Ich muss gestehen, dass es mir die Sprache verschlug, als ich die jetzige Pracht sah und muss unumwunden zugeben, dass es die schönste Sportbar Berlins geworden ist.“ Der Vollmitgliedpreis steigt auf 160DM. Es werden 5 Herren-, 4 Damen-, 2 Senioren-, 2 Junioren- und 2 Juniorinnen-Mannschaften gemeldet. Im Fußball werden wir Vizemeister hinter Rot-Weiß. Beginn der Verbindung mit dem RTHC Bayer-Leverkusen im Tennis und im Fußball. Zum Sportgroßkampf Düsseldorf-Berlin wurden vom Berliner Tennisverband unsere Spieler Stoffer, Kluge und Thron nominiert. Leider ging die Partie 2:7 verloren. Beim Berliner Nachwuchsturnier siegte Rainer Wunderlich (Lumpi) gegen Fahrenkrog 6:3, 6:1,6:0. Nach dem Clubturnier wird erwogen, künftig in allen Herrenkonkurrenzen „ best of five“ zu spielen. Das B-Turnier wurde erstmals unter Ausschluss der 1.Senioren durchgeführt. Im Endspiel unterlag Achim Brandt mit 5:7, 2:6 gegen Peter Lehwald. Zur „Italienischen Nacht“ am 4.8.62 in der Sportbaude kamen 150 Personen – zum Oktoberfest am 21.10.2006 hingegen nur 13 Mitglieder!

Auf der Hauptversammlung am 8.3.1963 kann der Sportwart Kurt Krüger mit Stolz berichten, dass das Jahr 62 den sportlichen Höhepunkt in der 53-jährigen Geschichte der Tennisabteilung darstellte. Erstmalig errang nicht nur die 1.Herrenmannschaft, sondern auch die blutjunge 1. Damenmannschaft den 2.Platz in der Gruppe hinter Blau-Weiß. Die Seniorinnen wurden Zweiter hinter Rot-Weiß. 12 Mannschaften bestritten Verbandsspiele und alle haben gute Plätze erreicht.

1963: Silbernes Lorbeerblatt für den SCC (Mitglieder: ca 400)

Der Bundespräsident verleiht dem SCC in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen in mehr als 60 Jahren das Silberne Lorbeerblatt, überreicht vom Präsidenten des Deutschen Sportbundes Willi Daume. Bei der Gelegenheit erhält die Tennisabteilung vom Senator für Jugend und Sport eine Geldspende für lobenswerte Jugendarbeit. In der Berliner Vorrunde zu den internationalen Pfingstmeisterschaften bei Rot-Weiß kamen Thron und Wunderlich unter die letzten 8 und waren damit teilnahmeberechtigt an der internationalen Konkurrenz. Thron verlor dann gegen Nitsche und Wunderlich gegen den Davis-Cup-Spieler Kuhnke. Bei den Verbandsspielen belegten die 1., 2., 3., 4. Herren und die 1. Damen jeweils den 2.Platz in ihrer Gruppe. Die Seniorinnen (Henselmann, Allenstein, Siewert, le Viseur) wurden Berliner Meister. Die Stadtmeisterschaft bei den Zehlendorfer Wespen gewann Helmut Quack. Bei den Berliner Nachwuchsmeisterschaften besiegte der „ Hannoveraner“ Trüller unseren Clubmeister Spannagel in 4 Sätzen. Die Preisverleihung an die Sieger des Clubturniers 1963 fand im Rahmen des Weißen Balles am 2. Nov. im „Ambassador“ statt.

Der Vollmitgliedsbeitrag steigt 1964 auf 175 DM. Da kein Jugendwart gefunden werden konnte, übernimmt der Sportwart Kurt Krüger auch noch dieses Amt. W. Köditz schreibt zum „Mummenschanz“ im Casino des Mommsenstadions: „ Um 22 Uhr war endlich die Demaskierung. Es war auch höchste Zeit, da eine Maske (ausgerechnet der Sportwart) in Ohnmacht zu fallen drohte, da sie zwei Stunden nicht rauchen und trinken konnte.“ Die 1. Herren verloren das erste Verbandsspiel unerwartet mit 4:5 gegen den Grunewald TC. Nach dem 9:0 Sieg über den TC Grün-Weiß Lankwitz kam es zur denkwürdigen Partie gegen den TC Blau-Weiß, in der die Herren Spannagel, Wunderlich, Hale, Quack, Kluge und Stoffer mit 5:4 siegreich waren. Das war seither der erste Sieg über Blau-Weiß, der aber nicht zum späteren Gruppensieg reichte. Helmut Quack belegte bei den Berliner Stadtmeisterschaften den 2.Platz und unsere Fußballtruppe wurde erstmals Fußballmeister der Berliner Tennisspieler. Auf der Jahreshauptversammlung 65 moniert der 1.Vorsitzende E. Obermiller u.a. die Unordnung (z.B. Abstellen von Liegestühlen) und das Verhalten im Clubraum: „Leger“ sei nicht gleichzusetzen mit „Sichgehenlassen“, dem Theater sei es auch gelungen, Nietenhosen (sprich Jeans) zu verbannen, Tennisclub bliebe eben Tennisclub. Jo Minderjahn wird Vergnügungswart, hauptamtliche Trainer sind Specht und Roth und neuer Ökonom wird Jürgen Raab.

Durch eine Mitbeteiligung an der im November 64 erstellten Aeroform-Halle auf der Anlage des Berliner Schlittschuh-Clubs kann erstmalig ein regelmäßiges Hallentraining für die Spitzenspieler (einschließlich Jugend) sicher gestellt werden. Die 1. Damen erhalten ein spezielles Training unter der Leitung von Herrn Pohmann. Die Fußballmannschaft konnte den Meistertitel nicht ganz verteidigen. Sie wurde Zweiter hinter SV Reinickendorf. Ebenso zweite Plätze belegten die 1.Herren und 1.Damen in ihren Gruppen. Im Berliner Nachwuchsturnier bei Blau-Weiß, zu dem Beate Diemar, Ingrid Tietz und Götz Knoche gemeldet waren, unterlag Knoche im Endspiel gegen Plötz mit 3:6, 3:6. Quack spielt in der Berliner Meden-Mannschaft mit, Trüller gewinnt das Tennisturnier in Westerland und Jürgen Heidrich übernimmt von Manni Schäfer die Leitung der Fußballmannschaft. Für die Kleinsten im Club wird von Peter Weiß eine Buddelkiste gebaut. Am 6.11.65 findet der Weiße Ball im Hotel Kempinski statt. Dieser traditionelle Ball existiert seit 1957.


1966-1972 Tennisabteilung wird eingetragener Verein, Vorstandswechsel

Der Damenwart H. Wyrwal würdigt zu Beginn des Jahres 1966 die Leistung der Seniorinnen, die zum 3.Mal in Folge den Titel eines Berliner Meisters errungen haben. W. Specht verzichtet auf seine Trainertätigkeit, neuer Haupttrainer wird Udo Fuchs. Helmut Diemar löst Herbert Klusenwerth als 2.Vorsitzender ab. J. Heidrich, D. Bernhardt, E. Berner und H. Gebert erklären sich zur freiwilligen Mitarbeit für den Vorstand bereit. Neue Baudenpächterin ist Frau Rüdiger. Vollmitgliedsbeitrag: 150 DM.

Es wurde die Toilettenfrage gelöst und ein abschließbarer Raum für die Liegestühle geschaffen.

Beim Deutschen Nachwuchsturnier verliert Götz Knoche gegen Fassbender und Helmuth Quack im Endspiel der Berliner Meisterschaften gegen Gottschalk. Die ersten Herren verlieren im Finale gegen Rot-Weiß mit 2:7. H. Quack und Vera Krause gewinnen je drei Titel im internen Clubturnier.

Nach Renovierung der alten Turnhalle findet die Gymnastik montags wieder in der Witzlebenschule statt. Anschließendes Treffen im „Hackepeter“ am Kaiserdamm.

1967 hat die Tennisabteilung mit 401 Mitgliedern den höchsten Bestand seit ihrem Bestehen. Der Vollmitgliedsbeitrag steigt auf 210DM wegen Umlage für das Clubhaus (Erneuerung des Inventars und Heizungseinbau). Platzgeld für Gäste: 4DM. Balljungen erhalten 1,30DM pro Stunde. Es soll nur in weißer Kleidung gespielt werden. Neue Bewirtschaftung durch das Ehepaar Zweig.

Alle Damen- und Herrenmannschaften spielen in der oberen Ligen. Die Senioren werden Berliner Vizemeister und Sylvia Hubrich wird Berliner Jugendmeisterin im Einzel und Doppel. Die 2.Herren verpassen den Gruppensieg gegen Blau-Weiß, weil Uli Leisegang beim Stand von 7:6 im 3.Satz gegen Güntsche einen Fußkrampf bekam. 4 Rot-Weiße (Dallwitz, Müller, Pohmann, Wensky) und 2 SCCer (Quack, Stoffer) bildeten die Berliner Mannschaft für die Endrunde der „Großen Medenspiele“.

Beim Ehepaarturnier von Rot-Weiß belegen Quacks den ersten Platz und H. Quack gewinnt das Bäderturnier von Juist.
1968 erfolgt die Eintragung der Tennisabteilung als e.V. in das Vereinsregister. Die Baude wird von dem Hauptmieter Lawerenz als Clubheim übernommen.

1972-scc-fussballZum zweiten Mal und nach vorausgegangenen drei Vizemeistertiteln werden die Fußballer Berliner Meister der Tennisvereine. Clubturniersieger werden Beate Thron und Wolfgang Trüller.

Mit der Übernahme des Pachtvertrages durch den Tennisclub verliert die Baude 1969 ihren Charakter als öffentliches Lokal. Mit der Hockeyabteilung wird eine besondere Vereinbarung über ein genau bezeichnetes Gastrecht getroffen. Soweit der Sportbetrieb es zulässt, können auch andere Sporttreibende oder Spaziergänger in der Baude bewirtet werden. Ein neuer Ökonomievertrag wird mit Frau Schuld abgeschlossen. Wegen geringerer Teilnehmerzahlen findet der „Weiße Ball“ nicht mehr im Kempinski, sondern nun im „Ambassador“ des Hilton-Hotels statt.

Aus gesundheitlichen Gründen löst der Clubtrainer Fuchs das Vertragsverhältnis. Ab 1.10.69 ist Manfred Gatza erster Tennislehrer. Beate und Jürgen Thron werden Clubmeister. J. Thron hängt seine Fußballschuhe an den Nagel und fungiert künftig als Schiedsrichter.

Am 27.2.1970 wird in den Stadion-Terrassen am Olympiastadion eine bemerkenswerte ordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Auf Vorschlag aus der Versammlung wird Rudolf Handrich mit 74 Jastimmen, 3 Neinstimmen und 8 Enthaltungen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertr. Vorsitzender und Schriftwart: Dr. Dieter Eckerlein, Stellvertr. Vorsitzender und Gerätewart: Jürgen Thron, Sportwart: Jürgen Heidrich, Jugendwart: Dieter Stoffer, Kassenwart: Helmuth Quack, Beisitzer (Damenwart): Paul Meyer, Beisitzer (Vergnügungswart): Achim Brandt, Beisitzer (Pressewart): Willi Köditz.

In seiner Antrittsrede weist R. Handrich darauf hin, dass die allgemeine Entwicklung in der Sportbewegung dazu zwingt, neue Wege zugehen. Vollmitgliedsbeitrag: 230DM (20DM Vergnügungsumlage). Für die Verbandsspiele werden 13 Mannschaften gemeldet, davon 2 Jugendmannschaften. Clubmeister 1970 werden Sylvia Hubrich und Dieter Stoffer. Johannes Kahl befindet sich unter den 91! Neuaufnahmen. Der „Weiße Ball“ findet im Hotel Gehrhus statt.

Auf der Mitgliederversammlung am 26.2.71 werden M. Gatza zum Jugendwart und D. Bernhardt zum Vergnügungswart sowie Herr Obermiller zum Alterspräsidenten gewählt. Wegen der katastrophalen hygienischen Zustände in Küche und Barbereich wurde Ende 1969 der Pächter entlassen und die Ökonomie übergangsweise von Clubmitgliedern geleitet. Ab November 1971 bleibt die Küche auch im Winter unter Führung von Herrn Ulz geöffnet. In teilweise Eigenregie beginnt der Platzneubau; aus den Plätzen 8 und 9 werden die Plätze 8-11. Es helfen viele junge und auch ältere Clubmitglieder in beispielhafter Weise beim Graben, Buddeln und Heckeversetzen. Jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr ist freiwilliger Arbeitseinsatz.

Großer Beliebtheit erfreut sich das offene Jugendturnier des SCC 1971. Es gibt insgesamt 328 Meldungen. Unter der Leitung von Pauli Meyer treffen sich sonntags die Freunde des Waldlaufs vor dem Mommsenstadion. Im April 1972 sind die Platzarbeiten abgeschlossen. Der Bezirksstadtrat für Jugend und Sport lobte: „Der Neubau der Tennisplätze im SCC ist ein Beispiel von Bürgerinitiative, wie es leider allzu selten geworden ist“. 820 Arbeitsstunden von Clubmitgliedern haben wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen.

Der Vorstand verpflichtet als neuen Wirt Herrn Tengler und nimmt Einfluss auf die Preisgestaltung. Vollmitgliedsbeitrag: 250DM. Auf der Mitgliederversammlung stellt R. Handrich den Entwurf für einen Clubhausneubau vor. Baukosten: max. 900.000 DM. Nach einer sehr erregten Debatte erteilt die Versammlung dem Vorstand den Auftrag, die Pläne für den Neubau zu erarbeiten. Um die Spielordnung transparenter zu machen, wird das alte Anmeldesystem durch eine Spiel-Tafel ersetzt.


1973-1982 Schwerwiegende Vereinskrise, Clubhausneubau, Mannschaftsprobleme

In einer äußerst dramatisch verlaufenden Mitgliederversammlung wird im Frühjahr 1973 der Plan zum Clubhausneubau für ca. 1.000.000 DM verworfen, woraufhin der Handrich-Vorstand zurücktritt. Die Folge: Interimsvorstand, zum Teil nicht spielbereite Plätze, Einstellung der Clubzeitung in den Jahren 1973 und 1974, Abstieg der 1. Herrenmannschaft durch Weggang der Spitzenspieler Spannagel, Kluge, Wunderlich, K.-H. Eckerlein, Quack, Stoffer, Knoche und Schwalbe zu anderen Berliner Vereinen, Wirtsnotstand durch Abgang des Ehepaares Tengler, Privatfehden der verschiedenen Clubgruppierungen, baufällige Baude, Ebbe in der Kasse.

1975-scc-clubhausJürgen Thron verabschiedet auf einer außerordentlichen Versammlung den Bau- und Finanzierungsplan eines neuen Clubhauses (Kosten 600.000 DM). Am 18.11.74 stirbt die alte Baude, um unserem heutigen Clubheim Platz zu machen. Die Einweihung des neuen Hauses erfolgt am 20.6.1975 unter Beisein des Charlottenburger Bezirksbürgermeisters Dr. Legien, des Stadtrates für Jugend und Sport Faruhn, des Präsidenten des Deutschen und Berliner Tennisverbandes Rosenthal, des SCC-Präsidenten Dr. Röhling sowie des Ehrenvorsitzen-den des Berliner Tennisverbandes Moldenhauer.

Der SCC-Tennisvorstand präsentiert sich mit J. Thron (1.Vors.), P.Lerch (2.V.), K.-H. Knauthe (2.V.), J.Heidrich (Kassenw.), H.Lindener (Sportw.), W.Gerstel (Zeugw.), G.Francke (Vergnügen), M.Gatza (Jugendw.) und A.Brandt (Schriftw.).

Bei schönem Wetter spielt auf der Terrasse vor ca. 100 Personen eine Dixieland- Band von Schultheiss. Es gibt Freibier und Sekt, ein kaltes Buffet und viel Lob über das neue Haus. Es werden beziehungsreiche Geschenke überreicht: von Herrn Obermiller an Thron und Knauthe je ein (Berliner) Stich, von Dr.Röhling an den Club eine (Gut-?) Wetterstation. Abends haben sich über 200 Mitglieder eingefunden und amüsieren sich prächtig – ganz wie in früheren Zeiten. Ein echtes Versöhnungsfest! Die Aktion „Kinderspielplatz“ erbringt 1.000 DM Spendengeld. Zur guten Stimmung trägt vor allem das neue Ökonomie-Paar bei, nämlich Barbara Friedrichs und Gerd Niess. Leider gab es in der Folgezeit ungebetenen Besuch, der durch die Dachluken in der Küche in das Clubhaus einbrach. Die Polizei empfahl die Anschaffung von zwei scharfen Hunden.

1977-fussball-abstiegDie 1.Herrenmannschaft mit Gatza, Sange, Mletzko, Thron, Bognar, Leisegang und Brandt schafft den Aufstieg in die Oberliga nicht. Bei den Clubmeisterschaften verliert J.Thron im Endspiel klar gegen den „ Heimkehrer“ H.Quack. Im gemischten Doppel setzt sich das Ehepaar Thron gegen Gschwend/Gatza durch. Die 1.Fußballmannschaft wird nach jahrelangen Ligaerfolgen am „grünen Tisch“ in die 1.Klasse verbannt. Der Aufstieg in die Liga gelingt bereits in 1976.

Der Tagesspiegel vermeldete am 20.9.76: "Der SCC schafftte mit einem 6:3-Erfolg über den bisherigen Oberliga-Vertreter ASC Spandau den Aufstieg in die oberste Berliner Spielklasse.“ Man muss sagen: Dank des Einsatzes von Helmuth Quack! Auch die Damen sind sehr erfolgreich: Alle Damenmannschaften sind in der Oberliga vertreten. Nach zweijähriger Pause wegen Bauarbeiten findet wieder die Berliner Tennis-Jugend-Meisterschaft auf unserer Anlage statt. Seit dem 4.10.76 kann in der in Rekordzeit auf dem M-Platz errichteten Traglufthalle gespielt werden. Der "Weiße Ball“ wird am 6.11.76 im Kempinski gefeiert. Unser verehrter „Von der Grundlinie aus gesehen“- Kolumnist und Zeichner Willi Köditz verstarb am 20.4.76 im 72.Lebensjahr.

1977-halle-eroeffnungsfeierZum 75-jährigen Jubiläum des SCC im Jahr 1977 hat sich die Tennisabteilung durch Peter Lerch etwas Besonderes einfallen lassen: einen Tennis-Schaukampf zwischen dem Fußball-Nationalspieler Sepp Maier und dem Daviscup-Spieler Hans-Jürgen Pohmann. Letzterer kann wegen eines steifen Halses nicht antreten, dafür springt Hajo Plötz ein und gewinnt auf voll besetztem M-Platz mit +15/-15 Vorgabe gegen den bayerisch gekleideten Sepp mit 6:4/7:5. Bild-Sport berichtete ausführlich mit viel Bildmaterial über diese Gaudi-Veranstaltung. Alle Mannschaften halten ihre Klasse. Der 1. Herrenmannschaft gelingt ein überraschender 5:4-Sieg gegen den Dahlemer TC. Bei den Clubmeisterschaften holt sich H. Quack seinen 10. Einzelmeister- Titel.

Der geplante Festhallenbau stößt auf enorme behördliche Schwierigkeiten, wird aber dennoch zum 75-jährigen Jubiläum fertiggestellt.

1983-1986 Missglückte Tennisplatzsanierung, die 1. Herren werden Berliner Meister

Sportlich gesehen ist die Saison 1983 durchaus erfolgreich verlaufen. Alle Herrenmannschaften spielen weiterhin in der Oberliga, die 1.Damen konnten die Klasse halten. Die 1.Herren verzichteten auf die „Oldies“ Quack, Stoffer und Knoche und spielten in der Formation Monroy, Geiger, Fischer, Hingst, Jobst und Sußmann. Im Clubturnier besiegte unser Youngster Dietmar Hingst die Nr. 1 Gabriel Monroy. Die 1. Juniorinnen und 1. Junioren sind in die höchste Berliner Spielklasse („Leistungsklasse“) aufgestiegen. Acht Jungen und Mädchen befinden sich im Kader des Berliner Tennisverbandes!

Auf der Hauptversammlung am 1983 ist die Platzsanierung das vorrangige Thema. Die vorbereitenden Arbeiten sind mit einer Umlage und Folgekosten verbunden. In der Diskussion des Bodenbelages kommen Ziegelmehl, Kunststoff oder Canada Tenn in Frage. Die Entscheidung fällt schließlich zu Gunsten des Canada Tenn. Die Grundsanierung der Plätze ist zwar im Frühjahr 1984 abgeschlossen, doch die allgemeine Beurteilung der neuen „Soft-Tenn“-Plätze durch die Clubmitglieder ist miserabel. So manche Spielansetzung muss wegen Unbespielbarkeit der schmierigen und pfützenreichen Plätze abgesagt werden. Zudem steht unser langjähriger Platzmeister Ali nicht mehr ganztägig zur Verfügung. Trotz dieser misslichen Probleme sind großartige Erfolge im Jahr 1984 zu vermelden.

1984-1-herrenDie 1.Herrenmannschaft in der Aufstellung Monroy, Hingst, Fischer, Geiger, Stensch, Reiberg (für den verletzten Kühnast) schlägt im Endspiel den Berliner Schlittschuh-Club auf dessen gefürchteter Anlage 5:4 und ist damit erstmals Berliner Meister. Der langjährige Favorit Blau-Weiß wurde im Gruppenendspiel ebenfalls mit 5:4 besiegt. Die jugendlichen Damen und Herren wurden Gruppenzweite hinter Rot-Weiß und die 1. Senioren schaffte den Aufstieg in die Oberliga. Auf Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6.11.84 sollen die Plätze wieder auf konventionelles Ziegelmehl umgerüstet werden.

Zu Beginn der Saison 1985 ist tatsächlich die gesamte Anlage erneuert. Die Platzmeisteraufgaben übernimmt das Ehepaar Herrmann. Sportlicher Höhepunkt ist der Gewinn der Berliner Meisterschaft durch die Jungsenioren. Die 1. Seniorenmannschaft wird Berliner Vizemeister. Durch den Weggang von Dietmar Hingst zu Rot-Weiß und den Wechsel von Jörg Kühnast zu den Jungsenioren konnte bei den 1.Herrn an den Vorjahreserfolg nicht angeknüpft werden. Der Weg über die Endrundenteilnahme führte zu einem 4.Platz in Berlin. Die 1. Damen erreichen hinter Rot-Weiß und Blau-Weiß den 3. Rang. Corinna Stan gewinnt das Känguruh- und das Grün-Gold-Turnier und wird Berliner Meisterin in der Altersklasse I.

Im Frühjahr 1985 wurde für die Tennissaison 1986 die Teilnahme von je 4 Berliner Damen- und Herrenmannschaften an der Regionalliga Nord beschlossen. Nach Abschluss der Verbandsspiele steht fest, dass der SCC sich sportlich qualifiziert hat Den jungen sympathischen 1. Damen gelingt in 1986 der Gruppensieg in der Regionalliga II und anschließend der Aufstieg in die 1.Regionalliga Nord, die höchste Spielklasse Deutschlands. Die Siegerinnen sind: Corinna Stan, Christiane Konieczka, Livia Stan, Susanne Pfeiffer, Diana Bognar und Bärbel Kühnast.

Die 1.Herren verbleiben in der 2. Regionalliga Nord, die Jungsenioren werden wieder Berliner Meister und die Senioren erringen die Vizemeisterschaft. Nach 25-jähriger Ligazugehörigkeit muss die 1. Fussballmannschaft den Abstieg in die 1.Klasse in Kauf nehmen. Im letzten, entscheidenden Spiel wurde der Käpt´n Jürgen Heidrich wegen Handspiels nach 20 Minuten vom Schiri Jürgen Thron mit der roten Karte vom Platz geschickt. Konsequenz: Unser altbewährter Recke J. Heidrich legt sein Mannschaftsführeramt nieder und stellt sich der 2. Mannschaft zur Verfügung – das Ende einer Karriere! Mit den neuen Ökonomen hat der Club einen Glücksgriff getan. Das Ehepaar Wibbeke ist bei den Clubmitgliedern durch die nette Art, den hervorragenden Service und die Bereitschaft zur Clubhausöffnung auch im Winter bestens angekommen.

Im November 1986 ist unser langjähriges Ehrenmitglied, der hochgeschätzte und geliebte „Tafeldirektor“ Kurt Krüger von uns gegangen. Ihm zu Ehren wurde vor dem Clubhaus ein weißer Fliederbusch gepflanzt. Kurt hat sich wahrlich für den SCC verdient gemacht!



1987-1990 Wechselhaftes im Sport, in der Ökonomie und in der Platzmeisterfrage

Die sportlichen Erfolge des Jahres 1986 konnten nur teilweise fortgesetzt werden. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte haben unsere Damen den Meistertitel der Berliner Winterrunde 1987 gewonnen. Bei den Verbandsspielen erreichten die 1.Damen einen guten Mittelplatz in der obersten deutschen Spielklasse. Die 1.Herren konnten sich leider nicht in der Nordliga halten und müssen nun im kommenden Jahr in der Oberliga I von Berlin spielen. Die 1.Jungseniorenmannschfat spielte als amtierender Berliner Meister zum ersten Mal in der Regionalliga I, konnte sich dort aber nicht behaupten und tritt nun in der nächsten Saison in der Regionalliga II an. Diesjährige Clubmeister sind im Dameneinzel Corinna Stan und im Herreneinzel Gabriel Monroy.Bei den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften gewann J.Thron das Finale im Einzel und Doppel.

Die Platzanlage war im zweiten Jahr nach der Renovierung allgemein in Ordnung, auch wenn die Drainage und die Beregnungsanlage noch nicht einwandfrei funktionieren. Der neue Platzmeister Herr Meyendriesch hat sich zufriedenstellend eingearbeitet.

1987-damen-1Das Jahr 1988 beginnt mit einem sportlichen Erfolgserlebnis: Corinna Stan wird zum ersten Mal Berliner Hallenmeisterin. Zu den Verbandsspielen sind insgesamt 16 Mannschaften des SCC angetreten. Die 1. Damen haben sich mit der netten Amerikanerin Chris Seiffert verstärkt, die maßgeblich an dem Halbfinalsieg gegen Blau-Weiß um die Norddeutsche Meisterschaft beteiligt war. Die junge engagierte Damentruppe wurde Norddeutscher Vizemeister. Bei den Berliner Meisterschaften errang Chris dann auch noch den Meistertitel. Die 1.Herren wurden mit Monroy, Dargatz, Stensch, Laukner, Geiger, O.Liebenthron und S.Bernhardt Berliner Vizemeister.

Als Trainer wird R.Geiger abgelöst von Antun Spear. Zum ersten Mal wurde der „Weiße Ball“ im Grand-Hotel Esplanade gefeiert mit immerhin 180 Personen, doch die Resonanz hielt sich in Grenzen.

In der Winterrunde 88/89 wurden unsere Damen zum 3.Mal hintereinander Berliner Meister. Bei den Ligaspielen mussten sie allerdings den Abstieg in die Regionalliga II in Kauf nehmen. Bedauerlicher- weise ist die spielstarke Chris Seiffert zwecks Heirat wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Alle weite-ren 15 Mannschaften haben die Saison erfolgreich abgeschlossen. Die Saison 90 begann mit großen Erfolgen der Senioren: Rainer Schulz und Jürgen Thron wurden Berliner Meister in ihrer Altersklasse. Die 1.Damenmannschaft konnte wieder in die oberste deutsche Spielklasse, Regionalliga I, aufsteigen. Trotz des Erfolges werden Corinna und Livia Stan und Christi- ane Konieczka wegen Unstimmigkeiten in der Mannschaft infolge Trainingsvorgaben von Speer in der nächsten Saison für einen anderen Club spielen.

Die 2. Damenmannschaft ist nach mehreren vergeblichen Versuchen in die Berliner Oberliga I aufgestiegen. Die 1.Herren mussten sich im Halbfinale dem Schlittschuh-Club geschlagen geben. Die Jungsenioren wurden unter der aktiven Leitung von Jörg Kühnast Norddeutscher Meister und machten damit den SCC zum Gastgeber für die Vorrunde zur deutschen Meisterschaft.

Auf einer außerordentlichen Versammlung des Tennisverbandes wurde beschlossen, die ostdeutschen Tennisspieler voll in unseren Spielbetrieb zu integrieren. Schon ab Saison 1991 soll es den Tennis-Verband Berlin-Brandenburg geben. Unsere Mannschaften werden dann in der Regionalliga Ost, Verbandsoberliga und Verbandsliga sowie in den Bezirksligen spielen. Vergnügungswartin Gerlind Gatza stellt ihr Amt zur Verfügung, weil die Ausschreitungen bei den letzten Clubfesten nicht mehr hinnehmbar sind. Beim Saisonabschlussfest am 13.10.90 ist es durch den Zustrom fremder Jugendlicher trotz Kontrolle zu Verwüstungen und Verschmutzungen in den Clubräumen und in den Toiletten gekommen, so dass ein Verbot für solche „fremden Gäste“ erwogen wird.

Manfred Gatza hat als technischer Leiter für die überdachte Fläche vor dem Clubhaus Markisen anbringen und Heizstrahler installieren lassen, damit man auch bei kühlerem Wetter draußen sitzen kann. Am 1.12.90 wird Platzwart Meyendriesch durch Herrn Hinze ersetzt.


1991-2000 Herren spielen in der Regionalliga - Rolf Friedmann wird Gastronom (Mitglieder: 800)

Nach 6-jährigem Bundesligagastspiel bei Rot-Weiß kehrte Dietmar Hingst zum SCC zurück. Mit dieser Verstärkung errangen die 1.Herren den Titel in der Regionalliga Ost und nahmen an der Vorrunde zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft teil. Die 1. Damen wurden ostdeutscher Vizemeister.

Antje Schlemmel gewann die Nachwuchsmeisterschaft des Verbandes Berlin-Brandenburg, J. Thron stand im Aufgebot der deutschen Mannschaft der Senioren über 60 Jahre, die im April im australischen Adelaide am von-Cramm-Cup teilnahm. Die 1.Jungsenioren in der Besetzung Timonen, Gei- ger, Dr.Büchling, Schulz, Dr.Martin, Kühnast und Dr.Kahl wurden norddeutscher Meister und nehmen nun an der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft teil. Die 1.Junioren schaften den Wiederaufstieg in die oberste Spielklasse. Leider kündigte der mehrjährige Trainer Spear kurzfristig seinen Vertrag, um nach Mallorca zu gehen. Bis zur Verpflichtung von Axel Ritter als Mannschaftstrainer übernahm aus- hilfsweise Reinhard Pieper das Training. Clubmeister wurden 1991 B. Großmann und D.Hingst. G.Monroy hat mit Sommersaisonabschluss seinen Trainerposten beim SCC aufgegeben, um im nächsten Jahr als Profi in der Altersklasse Jungsenioren Turniere zu spielen.

Mit Rolf Friedmann ist zu Saisonbetrieb ein neuer Wirt eingestellt worden, da das sehr beliebte Ökonomenehepaar Wibbeke ein eigenes Feinschmeckerlokal eröffnen will. Die Mutter von Rolf ist mitver- antwortlich für die gutbürgerliche Küche. Der „Weiße Ball“ fand im Dachgarten des Hotels Intercontinental statt.

Im September 1992 erteilt der Senat die Genehmigung zur Vollsanierung der Tennisplätze, die im Oktober begonnen wird und zu Beginn der Verbandsspielzeit im Frühjahr 1993 abgeschlossen sein soll. Auch die Renovierung des Clubhauses sowie die Neugestaltung der Nassräume ist finanziell abgesegnet worden. Der Ökonom hat zum 1.10.92 gekündigt, als Nachfolger wurde das Ehepaar Harnisch gewonnen, das bis dahin die Ökonomie des SV Reinickendorf geleitet hatte.

Nach etlichen Jahren gelingt der 1.Herrenmannschaft in der Besetzung Janne Hedman (Schweden), Monroy, Hingst, Thron, Laukner, O.Liebenthron, Stensch, Bernhardt und Markus Hornig der Aufstieg in die Regionalliga, was sicherlich auf das intensive Training mit den neu engagierten Trainer Hornig zurückzuführen ist. Die 1. Damen waren wieder in der Play-off-Runde der Regionalliga, mussten sich im Halbfinale aber der übermächtigen Truppe von Rot-Weiß (verstärkt durch unsere Christiane Stahl) geschlagen geben. Die 1. Jungsenioren werden trotz Einsatzes von vier Senioren (Pieper, Schulz, Geiger, Kühnast) Meister in der Regionalliga Ost und komplettieren damit eine einmalige Erfolgsserie: Mehrfacher Berliner Meister, Meister der Regionalliga Nord 1990, Meister der Regionalliga Ost 1991 und 1992). Im kommenden Jahr wird sich die Mannschaft unter Führung von Dr. J. Kahl verjüngen. Die genannten Senioren bilden dann das spielstarke Skelett der 1.Seniorenmannschaft, während Thron und Stoffer in die AK II wechseln werden.

Die Vollsanierung der Plätze konnte mit Beginn der Saison 93 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Renovierung des Clubhauses verzögert sich jedoch bis ins nächste Jahr. Dem neuen Sportwart Philipp Fischer gelingt es, den schwedischen Weltranglistenspieler Ola Kristiansson von Rot-Weiß zu uns zu holen, mit dem die 1.Herrenmannschaft erst im Endspiel durch den Bundesliga-Anwärter LTTC Rot-Weiß geschlagen wurde. Die 2. Damen schaffen den Aufstieg in die Regionalliga und somit sind wir der einzige Verein des Berliner Tennisverbandes, der zwei Damenmannschaften in der zweithöchsten deutschen Spielklasse hat. Nach Rot-Weiß sind wir mit Blau-Weiß klar die dominierende Kraft in Berlin. Die 1. Senioren traten mit dem Russen Andrej Potanin an und scheiterten erst im Endspiel gegen Rot-Weiß.

Unsere 1.Fußballmannschaft unter Leitung von Ralf Büttner musste sich nach einem dramatischen Spiel um die Meisterschaft im Elfmeterschießen dem Berliner Schlittschuh-Club geschlagen geben. 

Der „Weiße Ball“ wurde am 27.11.93 im Hotel „Palace“ gefeiert.

Im Juli 1993 verstarb nach schwerer Krankheit Siegfried Brandt, der als Sportwart neue Weichen für den Leistungssport stellte, denn er war es, der Larry Gagnon, Sue und Claire sowie später auch Gabriel Monroy engagierte.

Unser Präsident und 1. Vorsitzender Jürgen Thron deutete Ende des Jahrtausends an, seinen Posten nach 25 Jahren (1974-2000) langsam räumen zu wollen und einer jüngeren Generation die Führung des Clubs anzuvertrauen.


2000-2008 Tennissport stagniert | Die Herren 30 werden Deutscher Meister (Mitglieder 600)

1 herren 30 2005Mit dem Ende der Karrieren von Steffi Graf und Boris Becker endet auch die Zeit in der sich die Tennisvereine Deutschlands auf stetig steigenden Mitgliederzahlen ausruhen konnten. So musste auch im Tennis-Club SCC festgestellt werden, dass eine reine "Verwaltunsmentalität" zu einem Mitgliederrückgang führt. So sanken die Mitgliederzahlen des TC SCC sukzessive auf zeitweise an die 600er Grenze.

Mit einer Verjüngungskur im Vorstand, insbesondere an den Positionen des Sport- und Jugendwartes, die von Jens Thron bzw. Sascha Schoenheit übernommen wurden, begann unter der neuen Ägide der 1. Vorsitzenden Beate Britze ein starker Fokus auf die Jugendarbeit und Mitgliederakquisition. Tage der offenen Tür, Tennis nach der Schule, die Tennisfereincamps für Kinder waren einige Maßnahmen, die dem Abwärtstrend entgegen wirken sollten.

Im Sport spielen die Herren und Damen des TC SCC zumeist in den höchsten Berliner Ligen bzw. der Regionalliga Nord-Ost. 2008 wurde mit der Ostliga eine Zusatzliga zwischen Regional- und Meisterliga installiert, die zukünftig häufig die Heimat unserer Top-Teams werden sollte.

Doch das große Aushängeschild wurde 2004 die Herren 30. Mäzen Philipp Fischer sorgte dafür, dass neben den clubinternen Top-Spielern Jens Thron, Andreas Strauchmann und Carsten Laukner auch noch die eine oder andere schwedische Verstärkung zur Mannschaft stieß. So gelang nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga zur Jahrtausendwende in 2004 der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Verstärkt durch die ehemaligen ATP-Weltranglistenspieler Magnus Larsson und Patrik Fredriksson feierte der TC SCC einen Erfolg nach dem anderen und stand schließlich im letzten Spiel vor der einmaligen Chance, Deutscher Meister zu werden. Und dies gelang tatsächlich beim Favoriten Gladbacher HTC. Der größte Erfolg des TC SCC war erreicht.

Im Fußball eilt der TC SCC von Berliner Meisterschaft zu Berliner Meisterschaft. Die Truppe um Kapitän und Organistaor Ralf Büttner macht auch an vielen Tagen des Winters unser Clubhaus wieder zur "Kneipe" im positiven Sinne. Am Ende stehen in der goldenen Generation acht Titel zu Buche...


2008-2014 Der Tennis-Club SCC schafft den Umbruch (Mitglieder 650 - 900)

traglufthalle innen 2012Ab 2008 fruchteten nun sukzessive die vielen innovativen neuen Konzepte des Vorstandes, so dass die Mitgliederzahl nun auf etwa 650 konstant gehalten werden konnte, womit die Rückzahlung der Darlehen für die Sanierung des Clubhauses gewährleistet werden konnte. Diese Zahlungen endeten im Jahr 2011.

Das neue Kennenlerntennis, die erfolgreiche Jugendarbeit und die hervorragenden Tennistrainer des Clubs waren nun die Säulen, die dazu führten, dass der Tennis-Club SCC ab dem Jahr 2011 endlich wieder anfing, zu wachsen. Mit der letzten getilgten Darlehensrate waren nun finanzielle Mittel verfügbar, die die Planung und Umsetzung einer neuen 4-Feld-Traglufthalle ermöglichten, die im Herbst 2012 eröffnet werden konnte. Dies war auch zwingend erforderlich, da die Nachfrage nach Hallenstunden in den vergangenen zwei Jahren geradezu explodierte und viele Trainingseinheiten in Fremdhallen ausgelagert werden mussten.

Die Mitgliederzahl stieg bis 2013 weiter auf nun stolze 800 Mitglieder. Die große Nachfrage nach Tennistraining erkannten die Verantwortlichen des TC SCC rechtzeitig und hatten auch hier mit dem Neubau zweier neuer Plätze genau zur richtigen Zeit die passende Antwort parat. Der Tennis-Club SCC war nun mit 14 Außenplätzen zu einer der größten Tennisanlagen Berlins gewachsen.

beate britze 2012Einen unersetzlichen Verlust musste der Verein im Frühjahr 2012 verkraften: Beate Britze, 1. Vorsitzende und eine der prägendsten Persönlichkeiten des SCC, verstarb nach kurzer schwerer Krankheit und hinterließ im sportlichen, administartiven und vor allem im menschlichen Bereich eine Lücke, die nicht wieder gefüllt werden kann.

Der von ihrem Sohn Jens Thron im Jahr 2007 gegründete, sehr erfolreiche Jugendförderclub des TC SCC trägt seit 2014 nun ihren Namen. Dieser Jugendförderclub unterstützt die Jugendarbeit des TC SCC jedes Jahr mit einem erheblichen Betrag, der mitunter auch dazu führte, dass der SCC seit dem Jahr 2010 DIE Institution im Berlin-Brandenburger Jugendsport wurde. Vier Mal in Folge wurde der Verein mit dem Bruckmann-Pokal des erfolgreichsten Jugendvereins gekürt. Es hagelte Berliner Meisterschaften im Team- und Einzelbereich.

Im Jahr 2014 steht der SCC steht so gut da wie selten zuvor. Mit dem neuen 1. Vorsitzenden Dr. Johannes Kahl und Jens Thron als geschäftsfürendem Vorstand an seiner Seite stehen weitere ehrgeizige Pläne auf dem Programm. Eine stattliche Mitgliederzahl von 900 ist ein gutes Indiz dafür, dass der SCC rosigen Zeiten entgegenstürmt.


2015-2020 Der Tennis-Club SCC wächst auf 1.300 Mitglieder • Deutsche Meisterschaft • Hallenneubau

Der Tennis-Club SCC e.V. setzt seinen erfolgreich enugeschlagenen Weg erfolgreich fort. Die Mitgliederzahlen steigen stetig weiter an. Seit Beginn des Jahres 2020 zählen nun über 1.300 Mitglieder zum TC SCC. 

feste halle 2017Unter der Führung von Dr. Johannes Kahl entscheidet sich der Vorstand, die Anlage noch einmal zu erweitern. Gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied und Architelkten Klaus Günther konzipiert der Verein den Bau einer festen 3-Feld Tennishalle, für die eine öffentliche Förderung erteilt wird. Mit erheblichem Zeitaufwand und Know-How treiben Dr. Kahl und Klaus Günther die Arbeiten hinter den bereits neu entstanden Plätzen 1 und 2 voran. Und im Oktober 2017 kann tatsächlich eine wunderschön gelungene neue Feste Halle im Rahmen einer großen Lasershow eröffnet werden. Zur Würdigung der Arbeiten von Dr. Kahl und Klaus Günther, der sein gesamtes Architekenhonorar spendet, erhält die Halle auch den Namne der beiden Protagonisten. Der neuartige Hallenboden, ein Hartfaservelours, wird zu einem großartigen Erfolg, die Buchungszahlen sind sofort über der Kalkulation.

Etwas problematischer stellt sich das parallel dazu gebaute Blockheizkraftwerk dar. Einige Nachjustierungen waren notwendig. Insbesondere die Einbindung der 4-Feld Traglufthalle erweist sich als schwierig. 

Die Anlage wird nun immer eleganter. Durch die neue Halle, befindet sich das Clubhaus nun ganz zentral inmitten der Tennisanlage, die nun 14 Außenplätze und drei feste Hallenplätze umfasst. 

Und bereits ein Jahr nach Fertigstellung eines der größten Investitionen des TC SCC (das Bauvolumen umfasste etwa 1,5 Millionen Euro), entwickelten Dr. Johannes Kahl und Jens Thron das nächste Bauprojekt; ein Funktionsgebäude, das neue Duschen, Umkleiden und einen Fitness- und Athletikbereich umfassen soll. Parallle dazu soll das Clubhaus teilsaniert und die gastronomische Fläche sowie die Büroräume erweitert werden. Besonders erwähnenswert ist inn diesem ZUsammenhang, dass sich unser Mitglied Philipp Fischer bereit erklärt hat, einen nicht unerheblichen Teil dieser Investition mit zu tragen und zu spenden, was dieses Projekt in so kurzer Zeit im Grunde erst möglich gemacht hat.

herren40 2019 team 2Sportlich entwickelt sich der Verein immer mehr, zu einem der größten Vereine Deutschlands. Eine der vielleicht bekanntesten Herren 40-Mannschaften, die es je gab, erspielt sich, nachdem sie 4x zuvor knapp scheiterten, den Titel des Deutschen Meisters im Jahr 2019 auf eigener Anlage vor etwa 2.000 Zuschauern an zwei Tagen im September. Namen wie Björn Phau, Arnaud Clément, Thomas Enqvist und Magnus Larsson sind die Pesönlichkeiten, auf deren Schultern dieser einmalige Erfolg beruhte. Einnen vielleicht noch größeren Anteil an dem Imagegewinn des TC SCC hatte jedoch die ehemalige Nummer 4 der Welt aus Deutschland, Nicolas Kiefer, der nicht nur diese Herren 40 verstärkte, sondern auch als Berater, Trainer und Mentor die Jugendarbeit des Vereins unterstützte. Der TC SCC war in vielen Printmedien mit dieser Kooperation national vertreten.

Und auch die 1. Damen erreichen im selben Jahr Einmaliges: Sie steigen zum ersten Mal in der Geschichte des TC SCC in die 2. Bundesliga auf. Dies gelingt mit einer Miscung aus Weltranglistenspielerinnen, aber auch eigenen Kräften wie Linda Fritschken, Janina Braun oder Julia Zhu.

Die Jugendarbeit des TC SCC wird ebenfalls immer erfolgreicher und holt in den Jahren 2018 und 2019 erneut zweimal den Bruckmann-Pokal für die erfolgreichste Jugendarbeit in der Region Berlin-Brandenburgs. Einen großen Anteil hat sicher auch ein Jugendlicher des SCC, der schon von ganz Kleinauf im SCC spielte: Benito Sanchez Jaron, der sich in 2018 die Deutsche Meisterschaft der U16 Junioren sicherte und 2020 erstmalig auch in die Hauptrunde eines Junior Grand Slams bei den Australian Open einzog. Somit holte sich der SCC im 2010er Jahrzehnt sage und schreibe sechsmal den Titel für die erfolgreichste Jugendarbeit.

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