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Im Tennis gibt's kein Unentschieden

Interview mit Luisa Meyer auf der Heide

Luisa Meyer auf der Heide, kurz Lulu, lebt in Steinhagen (Westfalen), wenn sie nicht gerade auf der ITF-Tour unterwegs ist, um ihre Tenniskarriere voranzubringen. Das 19-Jährige SCC-Neumitglied hat im Sommer die 1.Damen in der zweiten Bundesliga verstärkt und maßgeblich zum Erfolg beigetragen. 

Lulu, erst einmal herzlichen Glückwunsch! Du hast Ende September ein 15.000 $-Turnier auf der ITF-Tour gewonnen. War das dein bislang größter Erfolg?

Auf jeden Fall! Der Turniersieg hat mir neben dem Preisgeld zehn WTA-Weltranglistenpunkte eingebracht, sodass ich nun auf Platz 852 hochgerutscht bin. Das freut mich natürlich sehr.

Wenn man wie du Profi werden möchte, muss man viel reisen. Wo fand das Turnier statt und wo bist du jetzt gerade?

Das ITF-Turnier war in Melilla, das ist eine spanische Stadt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Im Moment bin ich in Zadar, Kroatien, und spiele ein Turnier, das von einem Club organisiert wurde.

Diesen Sommer warst du auch für den SCC unterwegs und hast zweite Bundesliga gespielt. Wie bist du im Club und in der Mannschaft aufgenommen worden? 

Man hat mich mit offenen Armen empfangen, sodass ich mich gleich wohl gefühlt habe. Ich war überrascht, wie familiär es im SCC zugeht. Damit hatte ich in Berlin und in einem so großen Club nicht unbedingt gerechnet.

Welche Erwartungen hattest du beim Saisonstart?

Ich hatte davor noch nie Bundesliga gespielt. Da ich keine der ausländischen Spielerinnen kannte, wusste ich auch nicht wirklich, mit was für Gegnerinnen ich es zu tun haben würde. Insofern hatte ich keine großen Erwartungen. Mein wichtigster Vorsatz war, jedes Match von Anfang an und bis zum letzten Punkt fokussiert zu spielen.

Du hast sieben von insgesamt acht Einzeln gewonnen und kannst auch im Doppel mit 6:2 eine super Bilanz vorweisen. Was gab den Ausschlag für diesen Erfolg?

In der ersten Begegnung gegen Hannover konnte ich enorm viel Selbstvertrauen tanken. Mein Einzel war eng und ich musste erst in den normalen Tie-Break und dann in ein Match-Tiebreak – beides mit dem guten Ende für mich. Das stärkt natürlich enorm, wenn man hart umkämpfte Spiele für sich entscheiden kann. Rückblickend war es auch eine wichtige Erfahrung, dass ich im 1.Doppel mit unserer ausländischen Spielerin Elitsa Kostova aus Bulgarien gegen richtig gute Spielerinnen mithalten konnte und wir die Matches sogar nach Hause brachten.

Was hilft dir in engen Match-Situationen, um mental stark zu bleiben? 

Ich versuche von Punkt zu Punkt zu spielen und mich nicht vom aktuellen Score beeinflussen zu lassen. Der Spielstand ist nicht so entscheidend – viel wichtiger ist der einzelne Punkt. Außerdem bin ich eine, die nie aufgibt und bis zum letzten Ball kämpft.

Die Sommersaison ist vorbei, dein Tennisjahr indes noch nicht. Was steht bis Ende Dezember noch an? 

In den nächsten drei Monaten möchte ich noch mehrere ITF-Turniere spielen, wobei ich noch nicht genau weiß, welche. Corona macht die Planung nicht unbedingt einfacher. Meistens melde ich mich für drei, vier Turniere an und lege danach wieder einen Trainingsblock ein. Parallel dazu muss ich auch lernen, denn ich habe mich für ein Fernstudium Internationales Management eingeschrieben. Mir ist es wichtig, mich auch akademisch weiterzubilden.

Was ist dein Ziel für die nächsten zwei Jahre?

 Ich habe mir ein klares Leistungsziel gesteckt, das drei Bereiche umfasst: Taktik verbessern, Fitness weiter ausbauen und an der mentalen Stärke arbeiten. Das bedeutet auch, dass mein WTA-Ranking nicht im Vordergrund steht. Natürlich ist es toll, wenn man auf der Weltrangliste nach oben klettert. Aber ich möchte mich lieber auf mein persönliches Ziel konzentrieren – die Ergebnisse kommen dann von alleine.

Bist du nächste Saison wieder in der 2. Bundesliga mit dabei?

Mit absoluter Sicherheit kann ich das nicht sagen, da ich die kommende Saison noch nicht geplant habe. Es hat auf jeden Fall großen Spaß gemacht! Die Mannschaft war toll, die Coaches haben mich super unterstützt und ich konnte viel mitnehmen. So gesehen kann ich mir gut vorstellen, 2022 wieder für den SCC aufzuschlagen.  

Zum Schluss bitte noch ein paar Aussagen zum Ergänzen:

Ich spiele Tennis, weil.. ich Einzelsport mag. Außerdem gibt es kein Unentschieden, und damit keine halben Sachen. Nur Sieg oder Niederlage. Das finde ich faszinierend – auch wenn es manchmal weh tut. 

Mein Spielstil ist… kämpferisch, intensiv und ausdauernd.

Nach einem anstrengenden Dreisatz-Match… absolviere ich mein Cool-down-Programm mit Auslaufen und Stretching.

Meine größte Stärke im Tennis… ist der Siegeswille!

Ein Tennis-Erlebnis, das ich nie vergessen werde war… die Teilnahme beim European Youth Olympic Festival in Ungarn 2017. Wir waren ein Viererteam und wurden von Claudia Kohde-Kilsch gecoacht. Im Doppel der U15 haben wir das Halbfinale erreicht und nur knapp eine Medaille verpasst. 

Ein Tennis-Idol bei den Männern ist... Roger Federer, ganz klar.

und bei den Frauen... das wechselt immer mal. Im Moment finde ich Ash Barty spannend, weil sie ihre Schläge so gut variieren kann; außerdem mag ich den kämpferischen und offensiven Spielstil von Garbiñe Muguruza und bei Maria Sakkari beeindruckt mich die Athletik. 

Zuletzt gefreut im Tennis habe ich mich, als... ich vor drei Wochen ein Turnier gewonnen habe.

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